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Tippen, wischen & scrollen

Der stete Blick aufs Smartphone

Smartphones sind aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken: Sie dienen dem Zeitvertreib, um sich mit anderen zu vernetzen und können mittels nützlicher Apps wertvolle Helfer im Alltag sein. Gerade Kinder und Jugendliche nutzen das Smartphone beinahe täglich. Doch um im Umgang mit dem Internet, den vielfältigen Inhalten und Angeboten sicher unterwegs sein zu können, ist eine gute Medienkompetenz wichtig. Wir haben Ihnen fünf Fragen und fünf Antworten zusammengestellt, die helfen können, um Ihre Kinder im Umgang mit dem Smartphone zu stärken.

Wann ist mein Kind bereit für ein eigenes Smartphone?            

Bevor Kinder ein eigenes Smartphone mit Zugang zum Internet bekommen, ist es wichtig, dass sie eine ausreichende Medienkompetenz entwickelt haben. Hierbei geht es nicht nur um die reine Bedienung der Geräte. Viel wichtiger ist es, dass Kinder lernen, wie Medien sinnvoll genutzt werden können, wie Inhalte kritisch hinterfragt und Risiken erkannt werden können. Eckpfeiler, die Familien bei der Entscheidung bedenken können, sind u.a. der Umgang mit Kosten, ein grundlegendes Feingefühl für Datenschutz und Privatsphäre sowie ein Verständnis für Absprachen und Regeln. Die Checkliste, der Initiative SCHAU HIN! bietet eine Entscheidungshilfe.

Wie können wir digitale Medien gesundheitsbewusst nutzen?

Für einen gesunden Medienkonsum in der Familie kann es sinnvoll sein gemeinsam Regeln aufzustellen und die Zeiten zu begrenzen, in denen Bildschirmmedien genutzt werden. Falls Sie sich unsicher sind, wie viel Medienzeit für Ihr Kind sinnvoll ist, schauen Sie gern in die Alltagstipps der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Bei allen Regeln und Vereinbarungen ist aber wichtig zu beachten, dass die Vereinbarungen zu Ihrer Familie und Ihrer Erziehung passen. Eine offene Kommunikation über Inhalte, Gefahren und Potenziale kann die Selbstständigkeit von Kindern stärken und den sicheren Umgang mit Medien schulen. Begleiten Sie Ihre Kinder bei der Internetnutzung und seien Sie gemeinsam kreativ: Suchen Sie bspw. Bastelvorlagen, bearbeiten Sie ein Foto oder probieren Sie, wie die AOK empfiehlt, mal ein kindgerechtes digitales Sportangebot aus.

Wie behalte ich den Überblick, bei all den Apps?           

Damit Sie Ihr Kind informiert und kompetent bei der sicheren Nutzung von Apps begleiten können, müssen Sie nicht alle Vor- und Nachteile selbst recherchieren. Auf handysektor.de finden Sie eine Vielzahl an Testberichten der beliebtesten Apps für Smartphones und Tablets. So können Sie sich schnell und einfach über die Funktionen, Sicherheit und den Datenschutz der Apps informieren.

Wie kann ich ein Vorbild sein?

Es zeigt sich, dass der eigene bewusste Umgang mit Medien eine wichtige Grundlage für die Medienerziehung ist. Daher kann es zunächst hilfreich sein, seine eigene Mediennutzung zu hinterfragen: Wie oft wird, auch während eines Gespräches oder während eines Filmes, zum Smartphone gegriffen? Wie häufig und wofür werden Medien genutzt? Wie sehr sind wir einer Dauerberieselung des Radios ausgesetzt?

Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie es eigentlich um Ihre eigene Mediennutzung steht, probieren Sie doch den Selbsttest ReSeT der Landesanstalt für Medien NRW. Auch Ihre Medienkompetenz können Sie und Ihre Familie spielerisch online testen, bspw. über den Digital Check der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V.

Was ist digital detox?

Unter digital detox versteht man die bewusste Gestaltung medienfreier Zeit, abseits von Smartphone, Laptop und Co. Obwohl es schwer sein kann, auf Medien zu verzichten, gibt es durchaus gute Gründe, digital detox in den Alltag einzubinden: der Schlaf wird erholsamer, der Stress durch Störungen und permanente Erreichbarkeit wird gesenkt und die Kreativität wird gesteigert. Medien können einen großen Teil unseres Tages bestimmen, daher kann es mitunter schwerfallen, auf sie zu verzichten. Feste Regeln und Absprachen helfen, den Medienkonsum zu beschränken. Probieren Sie bspw. Geräte, wenn sie nicht genutzt werden, immer ganz auszuschalten – denn alles, was im Stand-by-Modus bleibt, ist schnell wieder zur Hand. Sie können auch vereinbaren, bestimmte Räume, wie die Schlafzimmer oder den Esstisch, sowie ganze Tage in der Woche medienfrei zu halten. Vor allem Kindern fällt es leichter auf Medien zu verzichten, wenn das Gegenangebot interessant ist: Schlagen Sie Ihrer Familie doch eine Detox-Challenge vor. Bei ins-netz-gehen.info finden Sie eine 7-Tage-Challenge und Ideen für die Gestaltung der gemeinsamen Offline-Zeit.

Smartphone, Apps & Co. sicher gestalten

Neben der Sensibilisierung für Medien kann es sinnvoll sein, die Geräte, Apps und Dienste, die Kinder regelmäßig nutzen, sicher einzurichten. Das Portal Medien kindersicher bietet Sorgeberechtigten technische Schutzlösungen.

Im Internet können Kinder mit Selbstgefährdung, politischem Extremismus, sexualisierter Gewalt, Belästigung und Cybermobbing konfrontiert sein. Unter Jugendschutz.net können Sie Inhalte melden und finden Tipps, Handlungsempfehlungen und Hintergrundinfos für Sicherheit im Netz. Gemeinsam mit dem BMFSFJ ist bspw. die Broschüre „Online dabei – aber sicher!“ erschienen.

Sie wollen mehr über die Mediennutzung von Kindern, Gefahren und Chancen im Internet lernen? Über die Medienkurse für Eltern der Initiative SCHAU HIN!, die Plattform Digitale-Helden sowie das Portal klicksafe können Sie kostenlos eine Vielzahl an Expert*innen-Talks und Webinaren nutzen. Auch auf Medien 360G, dem Medienportal des MDR, finden Sie Podcasts und Expert*innen-Interviews.

Quellen und weiterführende Informationen finden Sie im Text verlinkt, bei der Initiative SCHAU HIN!, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, beim Deutschen Kinderhilfswerk sowie beim Awareness Center klicksafe der EU.

Logo awo lifebalance Weser-Ems

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit awo lifebalance Weser-Ems erschienen.


Wenn Sie sich individuell zum Medienkonsum beraten lassen möchten, können Sie sich jederzeit vertraulich an unsere Expert*innen wenden:

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