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4 Min. Lesezeit

Irgendwann ist der Akku leer

Eine Balance zwischen Anspannung und Entspannung finden


1. Reflexion bzw. Achtsamkeit

Oft ist uns die gedankliche Anspannung gar nicht bewusst. Nehmen Sie daher die negativen Gedanken bewusst wahr und reflektieren Sie, ob diese Gedanken Ihnen gut tun und Sie momentan zum gewünschten Ziel führen.

2. Akzeptanz dieser Gedanken

Akzeptieren Sie, dass diese Gedanken aufkommen und versuchen Sie sich nicht darüber zu ärgern – wenn Sie sich über die negativen Gedanken ärgern, haben Sie noch mehr negative Gedanken.

3. Veränderung

Wenn Sie den momentanen Zustand akzeptieren und Ihre Gedanken und Gefühle anerkennen, sind Sie handlungsfähiger und offener für Veränderungen: Sie können Situationen mit mehr Gelassenheit bewerten, Ihre Sicht der Dinge einer Realitätsprüfung unterziehen und Ihre Gedanken bewusst in eine andere Richtung lenken bzw. diese abschalten.


Eine effektive Methode, um gedankliche Anspannung kurzfristig zu durchbrechen, ist die Methode des Gedankenstopps. Diese Übung können Sie im Prinzip jederzeit und überall anwenden, egal ob Sie bei der Arbeit sind, einkaufen gehen oder nicht einschlafen können. Das geht wie folgt:

Methode des Gedankenstopps

Ziel der Übung ist es, die negative Gedankenspirale direkt zu unterbrechen. Jedes Mal, wenn ein negativer Gedanke auftaucht, soll dem Gehirn ein Stopp-Signal gegeben werden. Dazu können Sie laut „Stopp“ rufen oder auch nur denken, je nachdem wo Sie sich gerade aufhalten. Sie können sich auch ein rotes Stoppschild vorstellen.

Dieses „Stoppsignal“ kann zusätzlich noch verstärkt werden, indem Sie in die Hände klatschen oder sich leicht in die Hand kneifen. Das Gehirn bekommt dadurch ein Signal, wird von der Gedankenkette abgelenkt und die Anspannung wird unterbrochen. Nehmen Sie die Unterbrechung als positive Reaktion wahr. 

Da es nicht möglich ist „nicht zu denken“, ist es wichtig, die negativen Gedanken durch etwas anderes zu ersetzen. Sie können negative Gedanken aktiv durch positive Gedanken bzw. Vorstellungen austauschen. Dazu können Sie sich ein vergangenes schönes Ereignis vorstellen: Ein schönes Urlaubserlebnis oder ein tolles Familienereignis. Vielleicht haben Sie auch motivierende Zukunftsvorstellungen oder ein Ziel, was Sie unbedingt erreichen möchten.

Alles, was Ihnen ein gutes Gefühl geben kann, ist als Ablenkung von den negativen Gedanken geeignet.

Den „Ausknopf“ finden

Neben der achtsamen Reflexion der eigenen Gedankenkreisläufe ist es ebenso wichtig, zwischendurch ganz abzuschalten und zu entspannen. Ihr Körper hat ein natürliches Grundbedürfnis, für eine ausreichende Balance zwischen Anspannung und Entspannung zu sorgen. Je länger eine Person unter gedanklicher sowie körperlicher Anspannung steht, desto mehr Energie wird verbraucht und desto länger benötigt der Körper, um sich wieder zu erholen. Wie jemand entspannt und abschaltet, ist jedoch individuell sehr verschieden. Jeder Mensch sollte daher eigene Strategien für sich entwickeln.

Besonders in Situationen großer Anspannung ist es wichtig auch eine passende Strategie parat zu haben, um kurzfristig Abstand gewinnen zu können. Um herauszufinden, was für Sie gute Strategien sein könnte, können Sie sich zum Beispiel folgende Fragen stellen:

  • Wissen Sie, wie Sie abschalten können? 
  • Was tut Ihnen gut?
  • Welche alten Ressourcen haben Sie?            
  • Welche neuen Ressourcen könnten Sie jetzt aktivieren?
  • Was wollten Sie schon immer mal ausprobieren?
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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit awo lifebalance Weser-Ems erschienen.


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