logo
logo

Login

Beratung, Kurse & Schulungen

Die Pflegeberatung soll Sie als Angehörige sowie die Pflegebedürftigen dabei unterstützen, passende Leistungen nach ihrem Bedarf und ihren Wünschen zu kennen und zu erhalten. Die Pflegekasse selbst klärt hier zunächst auf und gibt Auskunft über allgemeine Fragen zur Pflege. Fragen Sie Ihre Kasse am besten einfach nach Broschüren oder Informationen im Internet.

Wurde ein Antrag auf Leistungen gestellt oder werden schon Leistungen durch die Pflegeversicherung erbracht, so besteht ein Anspruch auf eine verbindliche und fachlich fundierte Pflegeberatung. Vor der ersten Beratung benennt die Pflegekasse innerhalb von 14 Tagen eine*n zuständige*n Pflegeberater*in oder eine Beratungsstelle. Auf Wunsch kann die Beratung auch in der häuslichen Umgebung zusammen mit Angehörigen und weiteren Pflegepersonen erfolgen. Besonders eingegangen wird stets auf Entlastungsmöglichkeiten für Pflegepersonen.

Privatversicherte wenden sich mit ihren Fragen zur Pflege kostenfrei an die compass private pflegeberatung, eine Tochter des Bundesverbands der privaten Krankenversicherer, die ebenfalls alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt. Es wird hier neben der Telefon- und Onlineberatung auch persönliche Beratung vor Ort angeboten.

Wer bei Pflegegrad 2–5 Pflegegeld bezieht, ist verpflichtet, sich regelmäßig beraten zu lassen. Das erfolgt durch eine von der Pflegekasse beauftragte Pflegefachkraft oder durch eine anerkannte Beratungsstelle. Der Turnus ist halbjährlich bei den Pflegegraden 2 und 3 und vierteljährlich bei den Pflegegraden 4 und 5. Pflegebedürftige des Pflegegrades 1 können freiwillig halbjährlich einen Beratungsbesuch in Anspruch nehmen. Die Beratung ist an den jeweiligen Pflege- und Betreuungsbedarfen ausgerichtet und dient der Sicherung der Qualität in der häuslichen Pflege. Die gewonnenen Erkenntnisse werden der Pflegekasse mitgeteilt.


Der*die Pflegebedürftige kann zur Beratung auch selbst einen zugelassenen Pflegedienst beauftragen. Empfehlenswert ist, dass immer derselbe Pflegedienst beauftragt wird, um so eine Kontinuität in der Beratung und deren Umsetzung in der Pflege und Betreuung zu erreichen. Die Beratung muss der Pflegekasse von dem*der Pflegebedürftigen nachgewiesen werden. Dazu gibt es Formulare. Achtung: Geschieht dies nicht, so kann das Pflegegeld um bis zu 50% gekürzt und bei wiederholtem Fehlen des Nachweises sogar vollständig gestrichen werden.


Pflegekurse

Wenn Sie pflegen, haben Sie die Möglichkeit, sich in Pflegekursen pflegerische Fachkenntnisse anzueignen. In einem Basiskurs können Angehörige z. B. Pflegetechniken für die Grundpflege erlernen. Zudem gibt es spezielle Schulungen zu bestimmten Krankheitsbildern, wie z. B. Demenz. Krankenkassen bieten Pflegekurse entweder als Einzel- oder Gruppenschulung für Angehörige und Ehrenamtliche an. Auf Wunsch und mit Einverständnis des*der Pflegebedürftigen ist eine Einzelschulung auch zu Hause möglich. Wichtig ist, dass der Kurs und dessen Inhalt Ihrem Bedarf und Ihren Wünschen entspricht. Erfahrungen zeigen, dass die Mehrheit der Teilnehmer*innen nach der Teilnahme sehr zufrieden mit dem Angebot war. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem*Ihrer Pflegeberater*in informieren.

Pflegestützpunkte

Pflegestützpunkte sind Beratungsstellen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen in unterschiedlicher Trägerschaft, z. B. Städte und Kreise, AWO, Caritas, Diakonie. Sie bieten kostenlose Beratung und Unterstützung zu allen pflegerischen, medizinischen und sozialen Leistungen. Auch vermitteln und koordinieren sie Hilfs- und Unterstützungsangebote. In den Pflegestützpunkten sind auch Pflegeberater*innen der Pflegekassen als Fallmanager*innen tätig. Das bedeutet für Sie, dass ein Beratungsplan erstellt wird und Sie über einen längeren Zeitraum begleitet werden.

Pflegebedürftige und ihre Angehörigen können hier direkt vor Ort Anträge stellen, die dann an die zuständigen Stellen weitergeleitet werden. Adressen von Pflegestützpunkten hält Ihre Krankenkasse oder private Krankenversicherung für Sie bereit.

Sie möchten sich kostenlos von unseren Expert*innen zum Thema Pflege beraten lassen und den individuellen Pflegebedar klären?


Sie möchten sich kostenlos von unseren Expert*innen zum Thema Beratung, Kurse & Schulungen beraten lassen und den individuellen Bedarf klären?

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Info-Dossier: Wenn die Pflege herausfordert

  • Info-Dossier: Menschen mit Demenz achtsam begleiten