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Besondere Lebenslagen

Beim Aufwachsen von Kindern können sehr unterschiedliche Herausforderungen entstehen. Auch in besonderen Lebenslagen stehen Ihnen jedoch vielfältige professionelle Unterstützungsangebote zur Verfügung.

Alleinerziehende

Alleinerziehende Eltern sind häufig in besonderem Maße auf verlässliche Kinderbetreuung angewiesen – vor allem dann, wenn keine familiären Unterstützungsstrukturen vorhanden sind. In vielen Fällen sichern sie den Lebensunterhalt allein für sich und ihr Kind. Nach der aktuellen Rechtsprechung besteht ein Anspruch auf Betreuungsunterhalt durch den anderen Elternteil in der Regel nur bis zum dritten Geburtstag des Kindes. Im Anschluss kommen weitere Herausforderungen durch die alleinige finanzielle Verantwortung sowie mögliche daraus resultierende Schwierigkeiten, Beruf und Familie zu vereinbaren, auf den Elternteil zu. Das stellt sowohl Eltern als auch Kinder vor erhebliche organisatorische und emotionale Herausforderungen.

Eine Betreuungsform reicht dann oft nicht aus, um Arbeitszeiten und Wegezeiten zuverlässig abzudecken. Ergänzend zum Kitaplatz oder zur Ganztagsschule kann es notwendig sein, weitere Betreuungsangebote zu nutzen, etwa durch eine Tagespflegeperson, eine Kinderbetreuung im eigenen Haushalt oder ein Au-pair, wenn die finanziellen Ressourcen dies zulassen. Auch zusätzliche Bezugspersonen aus dem privaten Umfeld – etwa Großeltern, Nachbarinnen oder Freunde – können entlastend wirken. Auf diese Weise lässt sich fehlende Unterstützung durch einen Partner oder eine Partnerin häufig zumindest teilweise kompensieren.

Hier auf der Seite des Bundesverbands für alleinerziehende Mütter und Väter oder hier auf der Seite des Bundesministeriums für Bildung, Familien, Senioren, Frauen und Jugend finden Sie Kontakt- und Unterstützungsmöglichkeiten für alleinerziehende Mütter und Väter.

Eltern mit Pflegeverantwortung

Eltern können entweder von Geburt an eine Pflegeverantwortung übernehmen oder Kinder werden später im Leben durch einen Unfall oder eine Erkrankung pflegebedürftig.

Eltern eines Kindes mit Behinderung, einer schweren Mehrfachbehinderung oder einer chronischen Erkrankung erleben oft eine große emotionale Spannbreite. Neben der Freude über das eigene Kind treten Unsicherheit, Sorge und eine Vielzahl organisatorischer und bürokratischer Anforderungen. Nicht selten sind zahlreiche Untersuchungen notwendig, bis eine eindeutige Diagnose vorliegt. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie die eigene Lebens- und Familienplanung neu ausgerichtet werden kann, um den Bedürfnissen des Kindes gerecht zu werden.

Im Ratgeber „Mein Kind ist behindert – diese Hilfen gibt es“ stellt der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. umfangreiche Informationen bereit, auch in türkischer und arabischer Sprache. Der Bundesverband wir pflegen e.V. ist eine Interessenvertretung und Selbsthilfeorganisation für pflegende Angehörige, näheres finden Sie hier.

Für Kinder mit Behinderung und Eltern mit Pflegeverantwortung gibt es zahlreiche Unterstützungsleistungen. Diese sind jedoch in unterschiedlichen gesetzlichen Regelungen verankert, was die Orientierung erschwert. Die Informationen in diesem Abschnitt bieten eine erste Übersicht. Eine individuelle Beratung, die Ihre konkrete familiäre Situation berücksichtigt, können sie jedoch nicht ersetzen.


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