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Beratungs- & Unterstützungsangebote

Das Leben mit Kindern bringt viele Situationen mit sich, die fordernd oder belastend sein können. Bis zu einem gewissen Maß gehört das dazu. Wenn Sie jedoch merken, dass Sie einzelne Themen dauerhaft stark beanspruchen oder an Ihre Grenzen bringen, kann professionelle Unterstützung entlasten und neue Perspektiven eröffnen. Angebote wie Erziehungs- und Familienberatung, Lebensberatung oder Ernährungsberatung helfen dabei, schwierige Phasen konstruktiv zu bewältigen.

Erziehungs- & Familienberatung

Als Eltern haben Sie einen gesetzlichen Anspruch auf Hilfen zur Erziehung, wenn das Wohl oder die Entwicklung Ihres Kindes gefährdet ist oder Unterstützung notwendig wird (§ 27 Abs. 1 SGB VIII). In Deutschland stehen Ihnen mehr als 1.000 Beratungsstellen zur Verfügung, die kostenfreie Gespräche zu einer Vielzahl von Erziehungsthemen anbieten. Dazu zählen unter anderem Trennung und Scheidung, schulische Schwierigkeiten, Konzentrationsprobleme, Konflikte zwischen Geschwistern oder auffälliges Sozialverhalten.

Die Beratung erfolgt persönlich, vertraulich und auf Wunsch anonym. Sie richtet sich an Eltern ebenso wie an Kinder und Jugendliche. Wenn Sie Unterstützung benötigen, wenden Sie sich an eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe über die Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (Fachverband für Erziehungs-, Familien- und Jugendberatung). Informationen und Kontakte finden Sie auch auf den Internetseiten Ihrer Stadt, Ihres Landkreises oder Ihrer Gemeinde. Erziehungs- und Familienberatung wird von unterschiedlichen Trägern angeboten und ist niedrigschwellig zugänglich.

Lebensberatung

Lebensberatung versteht sich vor allem als Hilfe zur Selbsthilfe. Getragen wird sie in der Regel von Kirchen oder Wohlfahrtsverbänden. Sie können sich an eine Lebensberatungsstelle wenden, wenn Sie eine Situation als belastend empfinden und sich Unterstützung bei der Klärung wünschen.

Anlässe für eine Beratung sind vielfältig. Dazu gehören Fragen zum eigenen Erleben und Verhalten, Beziehungsprobleme, Trennung und Scheidung, Mobbing, Erschöpfung oder Burn-out sowie der Umgang mit Suchtproblemen, etwa Spiel-, Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit. Lebensberatungsstellen können zudem eine hilfreiche Zwischenlösung sein, wenn in Ihrer Region kurzfristig kein Psychotherapieplatz verfügbar ist und Sie dennoch zeitnah Gesprächsbedarf haben.

Ernährungsberatung

Eine ausgewogene Ernährung und ein gesunder Lebensstil sind im Alltag oft schwer umzusetzen. Gleichzeitig nehmen Übergewicht, Diabetes Typ II, andere ernährungsbedingte Erkrankungen sowie Essstörungen wie Anorexie oder Bulimie zu. Für Kinder kann Übergewicht neben gesundheitlichen Risiken auch psychische Belastungen mit sich bringen, etwa durch Hänseleien oder Mobbing im schulischen Umfeld.

Kurzfristige Diäten führen selten zum Ziel und sind insbesondere bei Kindern nicht empfehlenswert. Nachhaltige Veränderungen gelingen vor allem durch eine langfristige Anpassung von Essgewohnheiten, Bewegung und Alltagsstrukturen. Eine qualifizierte Ernährungsberatung unterstützt Sie dabei mit fundiertem Wissen zu ernährungsphysiologischen und allergologischen Zusammenhängen sowie zu Essverhalten, Körperwahrnehmung und Bewegung.

Gesetzliche Krankenkassen bezuschussen Ernährungsberatungen gemäß § 20 SGB V. Seriöse Angebote erkennen Sie daran, dass keine Produkte verkauft werden und die Beratung herstellerneutral sowie werbefrei erfolgt.

Eine Ernährungsberaterin bzw. einen Ernährungsberater in Ihrer Nähe finden Sie hier über die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.

Familienzentren

Familienzentren sind meist Kindertagesstätten mit einem erweiterten Angebot. Neben dem regulären Kita-Betrieb finden dort Vorträge, Kurse und Austauschformate für Eltern, Großeltern und weitere Interessierte aus dem Umfeld statt. Ziel ist es, Familien niedrigschwellig zu begleiten, zu beraten und zu stärken.

Familienzentren – häufig auch Kinder-Eltern-Zentren genannt – unterstützen Kinder und ihre Familien in unterschiedlichen Lebenslagen. Sie tragen dazu bei, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern, Eltern Orientierung zu geben, Bildungsprozesse aktiv zu begleiten und Kinder in besonderen Situationen, etwa bei Trennung der Eltern oder in Familien mit Migrationsgeschichte, gezielt zu fördern.

Typische Angebote von Familienzentren sind:

  • Sprachförderung
  • Bewegungsförderung
  • gesunde Ernährung
  • interkulturelle Aktivitäten

Diese Angebote werden zum Beispiel in Form von Vorträgen und Gesprächskreisen, Elterncafés und offenen Treffpunkten, Einzelberatungen bei Erziehungs-, Paar- oder Familienfragen sowie Sprachkursen umgesetzt. Jedes Familienzentrum setzt dabei eigene Schwerpunkte, angepasst an die Bedürfnisse vor Ort.

Hier finden Sie Standorte der Familienzentren, die Mitglied im Bundesverband der Familienzentren sind.

Familienbildungsstätten

Familienbildungsstätten bieten ein breit gefächertes Programm für Familien, Eltern und Kinder. Die Angebote sind häufig eng mit Volkshochschulen, kirchlichen Bildungswerken oder regionalen Trägern vernetzt. Ergänzend lohnt sich daher auch ein Blick in die Programme der VHS oder der Kirchengemeinden vor Ort.

Typische Angebote von Familienbildungsstätten sind:

  • geburts- und familienvorbereitende Kurse
  • Eltern-Kind-Angebote
  • Veranstaltungen und Kurse für Großeltern
  • Kreativ- und Freizeitangebote
  • Gesundheits- und Ernährungskurse
  • Selbsthilfegruppen
  • Qualifizierungsangebote, insbesondere für Frauen
  • Bildungsveranstaltungen zu gesellschaftlichen und kulturellen Themen

Die Verantwortung für Familienbildung liegt bei Ländern und Kommunen. Entsprechend werden Familienbildungsstätten entweder in öffentlicher oder in freier Trägerschaft betrieben und orientieren sich an den regionalen Bedarfen.


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